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Faszientherapie

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Worum handelt es sich bei Faszien?

Unter Faszien werden Weichteilkomponenten des Bindegewebes verstanden. Mit bloßem Auge können wir sie nicht erkennen, dennoch sind sie für unseren Körper unersetzlich. Weil sie zahlreiche Körpervorgänge miteinander verknüpfen, wäre der Mensch ohne sie nicht einmal in der Lage, zu stehen.

Beim Fasziengewebe handelt es sich um ein komplexes System, von dem der Organismus wie ein Spinnennetz durchlaufen wird. Wie ein umhüllendes und verbindendes Spannungsnetzwerk durchdringen die Faszien den gesamten Körper. An der passenden Stelle fixieren sie die verschiedenen Bereiche miteinander.

Prinzipiell sind die Faszien überaus fest und derb. Trotzdem verfügen sie auch über Gleitfähigkeit und Geschmeidigkeit. Manche Faszien sind oberflächlich und im Unterhautgewebe angesiedelt. Sie setzen sich in erster Linie aus Fettgewebe und lockerem Bindegewebe zusammen. Zu ihren Aufgaben zählen das Umschließen von Drüsen und Organen. Darüber hinaus werden von ihnen Durchlässe für Blutgefäße, Lymphgefäße und Nerven gebildet sowie Wasser und Fett abgespeichert. Ferner sind sie mit dämpfenden und puffernden Eigenschaften ausgestattet.

Außerdem gibt es tiefe Faszien. Sie durchziehen und umschließen:

  • Knochen
  • Muskeln
  • Bindegewebsstränge
  • Blutgefäße
  • Nervenbahnen
Das Gewebenetzwerk wird zunehmend zu großen flächigen Faszien, Sehnen, Sehnenplatten, Gelenkkapseln oder Bändern verdichtet. Innerhalb des Fasziengewebes untergebracht sind zudem sämtliche peripheren Nerven. Damit gemeint sind die Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark.

Viszerale Faszien

Schließlich gibt es auch viszerale Faszien. Sie erfüllen die Aufgabe, die inneren Organe und das Gehirn aufzuhängen und zu integrieren. Dabei kann es sich um das Lungenbrustfell (Pleura), den Herzbeutel (Perikard), das Bauchfell (Peritoneum) oder die Hirnhäute (Meningen) handeln. Erst durch das Fasziensystem können Knochen, Muskeln, Sehnen, Nerven und Gefäße sich zusammenschließen und aufeinander abstimmen.

Funktionen der Faszien

Der Aufgabenbereich der Faszien beschränkt sich aber nicht nur auf Bindung und Formgebung, da noch weitere Eigenschaften vorhanden sind. So verfügen sie über die Fähigkeit der Wasserbindung. Dabei fungiert das Fasziensystem als Wasserspeicher des Körpers, wodurch er lange beweglich und elastisch ist.

Von Bedeutung sind die Faszien außerdem für das Immunsystem. Sie funktionieren wie eine Barriere und sorgen dafür, dass Fremdkörper nicht so leicht in den Organismus vordringen können. Des Weiteren sorgt das Fasziensystem dafür, dass sämtliche Teile des Körpers an der Stelle verbleiben, die für sie vorgesehen ist. Ohne die Faszien würden die Körperbereiche bei jeder Bewegung ihren Halt verlieren und im Körper herumirren. Schließlich werden durch diese Ordnungsfunktion lebenswichtige Körperprozesse wie Atmen und Verdauen erst ermöglicht. Gleiches gilt für eine Schwangerschaft. Zum Beispiel müssen die Lungen in der Lage sein, sich auszudehnen, wenn der Mensch einatmet, dürfen dabei aber keine andere Körperregion in Mitleidenschaft ziehen.

Was geschieht, wenn die Faszien verkleben?

Abgesehen von den Blutgefäßen verlaufen auch die Lymphgefäße durch die Faszien. Sie üben die Funktion aus, Nährstoffe zu den Körperzellen zu leiten. Gleichzeitig transportieren sie schädliche Stoffe sowie Stoffwechselabfallprodukte aus den Zellen ab. Im Falle von muskulären Verspannungen, die u. a. im Rücken, an den Schultern oder am Nacken auftreten können, bleiben nicht selten die Muskelbewegungen aus, die normalerweise für den normalen Ablauf des Lymphflusses sorgen. Dadurch drohen Funktionsstörungen. Die Lymphflüssigkeit übernimmt auch den Transport des Blutgerinnungsfaktors Fibrogen. Findet nun ein Lymphstau statt, entsteht der körpereigene Klebstoff Fibrin. Dies hat wiederum zur Folge, dass eine Verklebung des angrenzenden Fasziengewebes eintritt. Der Vorgang erinnert an das verwebte Netz einer Spinne.

Verkleben sich die Faszien, führt dies u. a. dazu, dass die betroffenen Muskelfasern an Flexibilität und Bewegungsvermögen einbüßen. Durchziehen Nerven die betroffenen Bereiche, besteht das Risiko von schmerzhaften Nervenquetschungen aufgrund der verklebten Faszien. Diese Symptome lassen sich im Rahmen einer Röntgenuntersuchung nicht erkennen. Im Falle von unspezifischen Schmerzzuständen sollte deshalb stets an die Faszien gedacht werden.

Bei Senioren ist ein zu geringer Anteil an Flüssigkeit im Organismus von Wichtigkeit. So wird durch einen Flüssigkeitsmangel auch das Fasziensystem negativ beeinträchtigt. Weil es sich größtenteils nur noch aus unflexiblen und festen Kollagenfasern zusammensetzt, wachsen die Faszien ineinander ein, was ihre Verfilzung nach sich zieht. Dies hat letztlich ihre Verklebung zur Folge, was sich durch zunehmende Schmerzen bei Streck- und Beugebewegungen bemerkbar macht.

Verletzungen durch Faszienverklebungen

Die Verklebungen der Faszien rufen mitunter auch Verletzungen hervor. Dazu zählen vor allem Überdehnungen. Sie entstehen einerseits durch Fehlhaltungen und andererseits durch zu intensive sportliche Betätigungen. Dadurch drohen Beeinträchtigungen innerhalb der Kollagenfasern der Faszien. Als harmlose Überdehnung gilt der Muskelkater. Er entsteht durch zu starkes Belasten der Muskeln. Bei diesem Vorgang kommt es innerhalb der Faszien zu kleinen, fein ausgeprägten Rissen. Dadurch bilden sich wiederum Entzündungen. Längere Beeinträchtigungen der Faszien drohen im Falle von gezerrten Muskeln oder eines Muskelfaserrisses. Auch hier sind Überdehnungen für die Beschwerden verantwortlich.

Verschlimmerung durch Schonhaltung

Damit die Faszien weiterhin stabil und zugleich geschmeidig bleiben, benötigen sie ausreichend Bewegung. Bleibt die Bewegung jedoch aus, drohen innerhalb des Fasziengewebes krankhafte Veränderungen. So kommt es zu seiner Verfilzung und schließlich zur Verklebung.

Die meisten Patienten neigen durch die Schmerzen dazu, eine schonende Körperhaltung einzunehmen, was meist unbewusst geschieht. Die Schonhaltung macht die Beschwerden allerdings nur noch schlimmer. Das Verändern der Körperhaltung führt dazu, dass die Faszien in anderen Bereichen zusätzlich belastet werden, was erneut Schmerzen zur Folge hat.

Eine weitere Komponente, die sich negativ auf die Faszien auswirkt, ist Stress. So werden in Stresssituationen vom Organismus spezielle Hormone ausgeschüttet, um sich an die daraus resultierenden Veränderungen anzupassen. Die Stresshormone rufen jedoch eine Anspannung der Faszien hervor. Die Muskeln haben an diesem Vorgang keinen Anteil. Nach Ende der Stresssituation erfolgt die Entspannung der Faszien. Ist der Stress aber von Dauer, können sie sich nicht entspannen, was sich wiederum durch Bewegungseinschränkungen bemerkbar macht.

Schleudertrauma

Besonders negative Auswirkungen auf die Faszien hat ein sogenanntes Schleudertrauma. Es entsteht schon bei leichten Auffahrunfällen und wirkt sich auf den gesamten Organismus aus. So erfolgt eine unterschiedlich ausgeprägte Beschleunigung, Überdehnung und Verdrehung der einzelnen Gewebeschichten. Aufgrund der Ruckartigkeit des Schleudertraumas wird der Körper stark durcheinandergebracht.

Zu den häufigsten Folgeerscheinungen eines Schleudertraumas zählen Kopfschmerzen und Nackenbeschwerden. Im weiteren Verlauf drohen weitere negative Beeinträchtigungen. Nicht immer werden sie im Zusammenhang mit einem Schleudertrauma gesehen. Weil der Organismus der Betroffenen nicht mehr zur Ruhe kommt, leiden oft auch Geist und Seele unter den Auswirkungen.

Bei Schmerzen mit unklaren Ursachen ist es ratsam, sich an einen Faszientherapeuten in unserem Therapie- & Gesundheitszentrum Dentl in Kronberg zu wenden.

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Therapiezentrum und Gesundheitszentrum Dentl im Altkönigs-Stift in Kronberg
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Feldbergstraße 13-15
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Tel: 06173 - 31 58 36

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